Winston
Beruf: Therapiehund
…unser haariger Kollege in der Praxis für Psychotherapie …
Winston be smart von Marlandcreek …
… ist der vollständige Name unseres haarigen Kollegen in der Praxis.
Keine Sorge, wir fragen bereits am Telefon bei einer Terminvereinbarung für ein Erstgespräch, ob jemand Angst vor einem Hund hat, wenn jemand noch nie bei uns war. Freilich nehmen wir darauf Rücksicht; und auch nicht alle unsere Klient:innen/Patient:innen mögen Hunde.
In diesem Fall wartet Winston in einem eigenen Zimmer, bis er die ganze Praxis wieder betreten darf. Das ist allerdings sehr selten – im Gegenteil freuen sich viele Menschen auf den haarigen Kollegen und er sich auf die Klient:innen, die er freudlich begrüßt. Und er an vielen Sitzungen teilnehmen kann.
Der Hund als Co-Therapeut: Brücke zur Seele
Psychotherapie mit dem Hund
In der modernen Psychotherapie nehmen Hunde eine besondere Rolle ein. Sie sind weit mehr als treue Begleiter – als gezielt eingesetzte Co-Therapeuten unterstützen sie den Heilungsprozess auf einer Ebene, die rein sprachlich oft schwer erreichbar ist. Ein schönes Beispiel für die Akzeptanz dieser Arbeit in Graz ist der Einsatz tiergestützter Therapie im Krankenhaus der Elisabethinen, wo Hunde bereits erfolgreich zur Genesung beitragen.
Wie Therapiehunde wirken
Die Anwesenheit eines Hundes verändert die Atmosphäre im Therapieraum spürbar. Wissenschaftlich belegt ist, dass der Kontakt zu Hunden die Ausschüttung des „Bindungshormons“ Oxytocin fördert. Dies führt zu:
Stressreduktion: Senkung von Blutdruck und Herzfrequenz.
Emotionaler Stabilität: Abbau von Ängsten, Aggressionen und innerer Anspannung.
Vertrauensbildung: Der Hund wirkt oft als „Eisbrecher“ und erleichtert den Aufbau einer tragfähigen Beziehung zwischen Patient und Therapeut
Ein Spiegel der Gefühle
Hunde reagieren unmittelbar und wertfrei auf die Körpersprache und die emotionale Verfassung ihres Gegenübers. In der therapeutischen Arbeit nutzen wir diese Eigenschaft:
Aktiv: Der Hund motiviert zur Interaktion und schafft Erfolgserlebnisse.
Reaktiv: Er fungiert als Spiegel der Gefühle, macht Unbewusstes sichtbar und hilft dabei, eine Brücke zur eigenen Innenwelt zu schlagen.
Professionalität und Wohlbefinden
Ein Therapiehund arbeitet immer im Team mit dem Therapeuten innerhalb eines abgestimmten Rahmens. Dabei achten wir strikt auf die Eignung des Tieres – Wesensfestigkeit und Menschenfreundlichkeit sind Voraussetzung. Ebenso wichtig ist uns der Tierschutz: Damit die Interaktion authentisch bleibt, achten wir auf begrenzte Einsatzzeiten und das Wohl des Hundes.