beginnt eine zweijährige Lehranalyse bei Wilhelm Reich, der von Wien nach Berlin übersiedelt ist. Perls bleibt bei ihm bis zur Emigration 1933 nach Holland, auf Empfehlung von Karen Horney. Seine Kontrollanalyse absolviert er bei Karen Horney und Otto Fenichel, die auch technische Seminare anbieten. Es bildet sich ein Kreis experimentierfreudiger Psychoanalytikerinnen aus, darunter Reich, Horney, Fromm, Fenichel und auch Perls, die auch Kontakt zu Groddek haben und ihn immer wieder in Baden-Baden besuchen. Dieser Kreis steht den rigiden Entwicklungen im Berliner Psychoanalytischen Institut gegenüber. Reich entwickelt seine Charakteranalyse, aber auch die genannten Analytikerinnen arbeiten vermehrt aktiv – ganz in der Tradition der „ungarischen“ Schule (Ferenczi, Balint, Rado, Alexander), die einige in Wien kennenlernen konnten. Davon waren auch etliche politisch sehr links ausgerichtet und versuchten eine Integration von psychodynamischem Verstehen mit einer kritischen Gesellschaftsanalyse (vgl. u.a. Massenpsychologie des Faschismus etc.), die aber durchaus in der Tradition Freuds (Massenpsychologie und Ich-Analyse, 1921) stehen. Überhaupt ist diese Zeit der psychoanalytischen Entwicklung eine Vielfältige mit Anfängen der Kinderanalyse und -beobachtung durch Anna Freud wie auch durch Melanie Klein, die mit (oder gegen) Anna Freud in Konkurrenz eine der beiden britischen Strömungen vertreten wir.