Entwicklung der PTSD

Entwicklung der PTSD

Jenseits des Atlantiks verursachte nach den Weltkriegen der Vietnamkrieg mit seinen Leidenden (den amerikanischen Leidträgern, nicht den asiatischen) ein Wiederaufflammen der Diskussion des Traumas abseits der traumatischen Neurose, was auch die verstärkte Untersuchung auf neuropsycho¬logischer Ebene forcierte.

Zu Beginn des Krieges zwischen den USA und Vietnam entschied die Amerikanische Psychiatrische Vereinigung (APA) die stress disorders wegen des zu geringen Auftretens in der Bevölkerung aus dem DSM II zu entfernen (vgl. HOFFMANN, 1999, S. 14). Nur zwölf Jahre später litten zwei Millionen ameri-kanische Soldaten unter einem Kriegstrauma. Nachdem sich die amerikanischen Soldaten in Vete-ranenverbänden organisiert hatten und den politischen Druck zur Forschungen am Symptomkomplex forcierten, gelang 1980 die Ausformulierung der posttraumatischen Belastungsstörung. Die Aufnahme in den für Europa maßgeblichen ICD-10 erfolgte 1992.

Aus dieser Zeit stammen eine Vielzahl psychologischer Konzepte und neurobiologischer Unter-suchungen bzw. Forschungsansätze, die das affektive und kognitive Geschehens des Traumas erar-beiteten und gleichzeitig einen therapeutischen Zugang suchten, den die Psychiatrie und Psychologie bis dahin nicht befriedigend klinisch – therapeutisch beantworten konnte. 
Die PTSD erfasst Diagnosekriterien und ist zweifellos kein traumatherapeutisch spezifischer Ansatz.

Der Begriff zeigt das frühe Verständnis von Trauma, wenn es ein post als Präfix implementiert – ein danach-Syndrom sozusagen; aus damaliger Sicht endet ein Trauma, wenn es vorbei ist.
Das Konzept fußt – LENNERTZ meint – auf dem Modell von HOROWITZ, dass ein Informationsver-arbeitungsmodell darstellt. Die PTSD greift zwei der beschriebenen Phasen des Modells als diagnos-tische Kriterien zur Diagnosestellung auf. psychotherapie – graz – psychotherapeutin-burn-out

 
Trauma und Definitionsversuche  
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